Tipp: Makrofotografie

Wunderbare Welt der Makrofotografie

 

Makrofotografie eröffnet dem Betrachter gelungener Fotos eine sehr detailreiche, oft völlig neue Welt und erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Sie erfordert jedoch oft ein wenig mehr Ausrüstung als nur die Kamera und vor allem Zeit und Geduld.

 

Viele Makrofotos gelingen besser, wenn die Kamera auf ein Stativ montiert wird oder ein sogenanntes Bohnensäckchen benutzt wird. Dadurch werden Verwacklungen, die sich in der Makrofotografie besonders störend auswirken, vermieden. So ein Bohnensäckchen kann man sich auch recht einfach selbst machen. Man ein Stück Leder, legt die Kamera inclusive Makroobjektiv darauf und misst die erforderliche Grösse aus (bitte achten Sie darauf, dass das Leder doppelt so gross sein muss, wie man es beim Auflegen der Kamera braucht). Dieses Lederstück näht man nun zu einem Säckchen zusammen, mit einer offenen Seite. Anschliessend kann man das Säckchen z.B. mit Kirschkernen oder Dinkel füllen. Anschliessend wird es komplett vernäht. Fertig.

 

Selbstgemachtes "Bohnensäckchen":

 

Nun zum Foto selbst. Bei Makrofotos wirkt sich die gewählte Blende ziemlich stark auf die Schärfentiefe aus. Dabei gilt in der Regel: je offener die Blende, desto geringer die Schärfentiefe. Damit man also einen grösseren Bereich an Schärfentiefe erhält, gilt es, nach Möglichkeit stärker abzublenden. Aber Achtung: eine geschlossene Blende führt bei vielen Makroobjektiven durch Beugung des Lichts zu einer Minderung der Allgemeinschärfe!

 

Die folgenden beiden Fotos verdeutlichen den Effekt. Beide mit ISO 200 aufgenommen:

 

Beispiel mit offener Blende f2.8:

 

Und nun abgeblendet mit Blende f8:

 

Durch weiteres Abblenden hätte man den Schärfentiefebereich durchaus noch erweitern können.

Und nun wünsche ich viel Spass bei der Makrofotografie.

 

Ihr

 

Detlef Koester